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Vorlage Excel Haushaltsbuch: Aufbau, Formeln und Kategorien

Kurzantwort: Ein Haushaltsbuch in Excel besteht aus zwei Blättern: einer Buchungsliste mit Datum, Kategorie, Text, Einnahme und Ausgabe sowie einer Monatsübersicht, die je Kategorie mit SUMMEWENNS zusammenrechnet. Die Vorlage unten baust du in einer Viertelstunde nach, die Formeln stehen dabei. Als Vergleich dienen die Konsumausgaben deutscher Haushalte: 2024 im Schnitt 3.257 Euro im Monat, davon 36,3 Prozent fürs Wohnen.

Fertige Haushaltsbuch-Dateien gibt es viele. Die meisten sind entweder zu einfach, weil sie nur addieren, oder zu komplex, weil sie mit Makros arbeiten, die in LibreOffice und Google Sheets nicht laufen. Eine selbst gebaute Tabelle mit drei Formeln reicht für fast jeden Haushalt.

Die Verbraucherzentrale bringt das Prinzip auf eine Formel: Einnahmen minus feste Ausgaben ergibt das Geld zum Leben. Genau das soll die Übersicht am Ende jedes Monats zeigen. Der Aufbau unten sorgt dafür, dass du nur noch Buchungen eintippst und den Rest die Tabelle erledigt.

Die Vorlage: Zwei Blätter, drei Formeln

Blatt 1: „Buchungen“

A Datum B Kategorie C Beschreibung D Einnahme E Ausgabe F Monat
01.10.2026 Einkommen Gehalt 2.650,00 =TEXT(A2;“JJJJ-MM“)
01.10.2026 Wohnen Miete warm 980,00 =TEXT(A3;“JJJJ-MM“)
04.10.2026 Nahrungsmittel Wocheneinkauf 112,40 =TEXT(A4;“JJJJ-MM“)
06.10.2026 Verkehr Deutschlandticket 63,00 =TEXT(A5;“JJJJ-MM“)

Blatt 2: „Kategorien“ (Spalte A, eine je Zeile): Einkommen, Wohnen, Energie, Nahrungsmittel, Verkehr, Gesundheit, Bekleidung, Freizeit, Kommunikation, Versicherungen, Kinder, Sparen, Sonstiges.

Blatt 3: „Übersicht“, Zelle B1 enthält den Monat als Text, zum Beispiel 2026-10.

A Kategorie B Budget C Ist D Differenz
Wohnen 1.000,00 =SUMMEWENNS(Buchungen!E:E;Buchungen!B:B;A2;Buchungen!F:F;$B$1) =B2-C2
Nahrungsmittel 450,00 =SUMMEWENNS(Buchungen!E:E;Buchungen!B:B;A3;Buchungen!F:F;$B$1) =B3-C3
Einnahmen =SUMMEWENNS(Buchungen!D:D;Buchungen!F:F;$B$1)
Ausgaben gesamt =SUMME(B2:B14) =SUMMEWENNS(Buchungen!E:E;Buchungen!F:F;$B$1) =B16-C16
Saldo =C15-C16

Die Spalte F im Buchungsblatt ist der Trick. Sie verwandelt jedes Datum in einen Monatsschlüssel wie „2026-10″. Die Übersicht fragt nur noch nach diesem Schlüssel und rechnet den gewünschten Monat zusammen. Willst du den September sehen, änderst du B1 in „2026-09″.

So baust du die Tabelle Schritt für Schritt

Lege drei Blätter an und benenne sie genau wie oben, sonst laufen die Formeln ins Leere. Im Buchungsblatt formatierst du Spalte A als Datum und die Spalten D und E als Währung. Die Formel in Spalte F kopierst du bis Zeile 1000 nach unten, dann musst du sie nie wieder anfassen.

Für Spalte B richtest du eine Dropdown-Liste ein: Zelle markieren, dann Daten, Datenüberprüfung, Liste, und als Quelle den Bereich Kategorien!A:A eintragen. So schreibst du nie „Lebensmittel“ und „Nahrungsmittel“ durcheinander, was die Summen sonst zerlegt.

In der Übersicht ergänzt du eine bedingte Formatierung für Spalte D: Werte unter null werden rot. Damit siehst du beim Öffnen sofort, welche Kategorie über dem Budget liegt. Die Budgetwerte in Spalte B füllst du nach dem ersten vollen Monat mit deinen tatsächlichen Zahlen, vorher sind sie geraten.

Schütze zum Schluss die Formelzellen über Überprüfen, Blatt schützen. Dann kann niemand aus Versehen eine Summe überschreiben, und die Tabelle hält Jahre.

Kategorien und Richtwerte deutscher Haushalte

Die Kategorien im Muster folgen der Gliederung, die das Statistische Bundesamt für die Konsumausgaben verwendet. Der Vorteil: Du kannst deine Zahlen mit dem Durchschnitt vergleichen. Nach den Laufenden Wirtschaftsrechnungen gaben private Haushalte 2024 im Schnitt 3.257 Euro im Monat für Konsum aus.

Davon entfielen 1.181 Euro oder 36,3 Prozent auf Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung. Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren kosteten 457 Euro (14,0 Prozent), Verkehr 448 Euro (13,8 Prozent), Freizeit, Unterhaltung und Kultur 309 Euro (9,5 Prozent) und Bekleidung 114 Euro (3,5 Prozent). Liegt dein Wohnanteil bei 45 Prozent, weißt du, wo der Druck herkommt.

Die Kategorie „Sparen“ gehört als Ausgabe ins Buch, obwohl das Geld dir bleibt. Wer die Sparrate am Monatsanfang wie eine Rechnung bucht, spart sie wirklich. Wer sie vom Rest am Monatsende erwartet, spart selten.

Wie du dranbleibst

Das Haushaltsbuch scheitert selten an Excel, meistens am Eintragen. Drei Gewohnheiten helfen: Einmal pro Woche den Kontoauszug durchgehen und alle Abbuchungen erfassen, Bargeldausgaben sofort ins Handy tippen und am Monatsersten die Übersicht auf den neuen Monat stellen.

Feste Kosten wie Miete, Strom, Versicherungen und Abos trägst du am besten für zwölf Monate im Voraus ein. Dann zeigt die Übersicht schon am 1. des Monats, wie viel Geld zum Leben übrig bleibt, bevor der erste Einkauf gebucht ist.

Excel, LibreOffice oder Google Sheets

Die Formeln SUMMEWENNS, SUMME und TEXT gibt es in allen drei Programmen mit demselben deutschen Namen. In Google Sheets heißt die Datenüberprüfung „Datenvalidierung“, in LibreOffice „Gültigkeit“. Wer die Tabelle in der Cloud führt, kann sie zu zweit pflegen, was für Paare mit gemeinsamem Konto praktisch ist. Auf dem Handy trägt sich eine Zeile mit fünf Feldern in der Sheets-App schneller ein als in einer Haushaltsbuch-App mit Registrierung.

Häufige Fragen

Wie viele Kategorien sollte ein Haushaltsbuch haben?

Zehn bis fünfzehn. Weniger verschleiert, mehr schreckt ab. Die Destatis-Gliederung oben ist ein guter Start.

Kann ich Kontoauszüge automatisch einlesen?

Ja. Fast jede Bank exportiert CSV-Dateien. Die Spalten Datum, Betrag und Verwendungszweck kopierst du ins Buchungsblatt und ergänzt nur die Kategorie.

Wie buche ich Bargeldabhebungen?

Als Ausgabe „Bargeld“. Einzelne Barkäufe buchst du dann nicht mehr, sonst zählst du doppelt.

Wie lange sollte ich das Haushaltsbuch führen?

Mindestens drei volle Monate, damit unregelmäßige Ausgaben wie Versicherungen und Geschenke sichtbar werden.

Was ist ein guter Wohnanteil?

Der Durchschnitt liegt laut Destatis bei 36,3 Prozent der Konsumausgaben. Darüber wird es eng, darunter bleibt Spielraum.

Funktioniert die Vorlage auch für Selbstständige?

Für den privaten Teil ja. Betriebliche Einnahmen und Ausgaben gehören in eine getrennte Tabelle für die Steuer.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Bella, Redaktion gratisvordrucke.de — sie schreibt hier über Vorlagen, Musterschreiben und was rechtlich hineingehört.


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