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Kurz gesagt: Der fünfzackige Stern lässt sich mit einer Vorlage ausschneiden oder aus einem Papierquadrat in fünf Falten und einem einzigen Schnitt herstellen. Für dreidimensionale Sterne haben sich der Fröbelstern aus vier Papierstreifen und der Bascetta-Stern aus 30 gefalteten Quadraten durchgesetzt.
Der Fünfzackstern mit einem Schnitt
Ein quadratisches Blatt wird zunächst zur Hälfte gefaltet, sodass ein Rechteck entsteht. Dann wird die Mitte der langen Kante markiert.
Von dieser Mitte aus wird die eine Ecke so nach oben geklappt, dass ein Winkel von 36 Grad entsteht, danach die zweite Ecke darüber. Es entsteht ein spitzes Dreieck aus mehreren Lagen.
Ein einziger schräger Schnitt durch alle Lagen ergibt beim Auffalten einen sauberen fünfzackigen Stern. Der Trick funktioniert, weil die Faltung den Kreis in fünf gleiche Teile teilt.
Der Fröbelstern
Er besteht aus vier Papierstreifen, die ineinander geflochten und anschließend zu Spitzen gefaltet werden. Das Ergebnis ist dreidimensional und sehr stabil.
Für einen Stern von etwa acht Zentimetern eignen sich Streifen von 45 mal 1,5 Zentimetern. Wichtig ist, dass alle vier gleich breit sind — schon ein Millimeter Abweichung verzieht das Ergebnis.
Der Aufbau ist immer derselbe: flechten, vier flache Spitzen falten, wenden, vier weitere flache Spitzen, dann die acht hohen Spitzen. Wer den Ablauf einmal begriffen hat, braucht danach wenige Minuten je Stern.
Der Bascetta-Stern
Er entsteht aus 30 identisch gefalteten quadratischen Blättern, die ohne Klebstoff ineinandergesteckt werden. Das Ergebnis ist ein großer, durchbrochener Stern, der sich von innen beleuchten lässt.
Der Aufwand ist erheblich — für alle 30 Module rechnet man mit ein bis zwei Stunden. Dafür hält der Stern jahrelang und lässt sich flach zerlegt aufbewahren.
Für den Anfang eignen sich 10 mal 10 Zentimeter große Blätter aus festem Papier. Zu dünnes Papier führt dazu, dass die Steckverbindungen nicht halten.
Der Faltstern aus Butterbrottüten
Eine der einfachsten Varianten mit großer Wirkung: Sieben bis neun Papiertüten werden übereinandergeklebt, dann wird das Paket zugeschnitten und aufgefächert. Der Stern hat sofort mehrere Zacken und wirkt aufwendiger, als er ist.
Er eignet sich gut für Kinder, weil das Ergebnis ohne Präzision überzeugt und der Fehler kaum sichtbar wird.
Der Papierstreifenstern
Aus einem einzigen langen Streifen lässt sich ein kleiner, gefüllter Stern knoten — der sogenannte Glücksstern. Er ist winzig, geht schnell und eignet sich zum Füllen von Gläsern.
Welches Papier sich eignet
- Transparentpapier für Fensterbilder und beleuchtete Sterne
- Tonpapier ab 130 Gramm für stabile Schnittsterne
- Origamipapier für Bascetta-Sterne — es ist dünn genug zum Falten und fest genug zum Stecken
- Butterbrottüten für Tütensterne
- Alte Buchseiten oder Notenblätter für einen zurückhaltenden Look
Sterne als Fensterbild
Aus Transparentpapier geschnittene Sterne halten mit einem Tropfen Klebestift oder mit einem Streifen doppelseitigem Klebeband auf der Scheibe. Bei Kondenswasser lösen sie sich — dann hilft ein schmaler Rahmen aus Tonpapier, der nur an den Ecken klebt.
Wer mehrere Lagen Transparentpapier übereinanderlegt, erzeugt beim Durchleuchten unterschiedliche Farbtiefen. Das ist der Grund, warum solche Sterne bei Tageslicht wirken und abends noch mehr.
Häufige Fehler
Unsaubere Faltkanten. Ein Falzbein oder der Rücken eines Löffels macht den Unterschied zwischen selbst gemacht und schludrig.
Zu dünnes Papier bei Steckverbindungen — der Stern fällt auseinander.
Ungleiche Streifen beim Fröbelstern.
Zu viel Kleber, der durch dünnes Papier durchschlägt.
Vorlagen zum Ausdrucken
Für Schnittsterne genügt eine einfache Umrissvorlage. Sie lässt sich in jedem Zeichenprogramm erstellen oder von Hand konstruieren: Kreis zeichnen, in fünf gleiche Teile teilen, die Punkte über Kreuz verbinden.
Wer keine Vorlage zeichnen möchte, findet auf den Landesbildungsservern und bei kommunalen Bildungsangeboten druckfertige Formen — meist in mehreren Größen auf einem Blatt.
Praktisch ist, die Vorlage einmal auf feste Pappe zu übertragen und daraus eine Schablone zu schneiden. Sie lässt sich beliebig oft nachfahren und verrutscht weniger als Papier.
Sterne mit Kindern basteln
Für kleinere Kinder eignen sich Formen, die auch bei ungenauem Schneiden funktionieren: Tütensterne, geklebte Streifensterne und Sterne aus Salzteig oder Ausstechformen.
Ab etwa sechs Jahren klappt der Fünfzackstern mit Vorlage, ab acht Jahren der Fröbelstern mit Anleitung und Hilfestellung. Der Bascetta-Stern verlangt Ausdauer und ist eher ab dem Jugendalter geeignet.
Eine Schere mit abgerundeter Spitze und ein rutschfester Untergrund vermeiden die häufigsten Missgeschicke.
Was mit fertigen Sternen möglich ist
- Als Anhänger am Baum oder am Fenster
- Auf Geschenkpapier geklebt statt einer Schleife
- Als Girlande an einer Schnur
- Als Tischdeko, mehrere Größen nebeneinander
- Als Namenskarte am Gedeck
- Als Füllung für ein Glas mit Lichterkette
Beim Kombinieren mit Lichterketten gilt: nur LED-Ketten verwenden. Sie werden nicht heiß, und Papier ist brennbar. Echte Kerzen und Papiersterne gehören nicht zusammen.
Woher das Sternmotiv kommt
Der Stern als Schmuck im Winter hat mehrere Wurzeln. In der christlichen Tradition steht er für den Stern von Betlehem; in älteren Bräuchen markiert er die Wiederkehr des Lichts nach der längsten Nacht.
Der Herrnhuter Stern, der heute in vielen Fenstern hängt, entstand im 19. Jahrhundert im Internat der Herrnhuter Brüdergemeine als Anschauungsmaterial für den Geometrieunterricht. Aus einer Rechenaufgabe wurde ein Weihnachtsschmuck.
Der Fröbelstern geht auf Friedrich Fröbel zurück, den Begründer des Kindergartens. Falten gehörte für ihn zu den Beschäftigungen, mit denen Kinder Formen begreifen sollten — nicht als Bastelei, sondern als Denkschulung.
Häufige Fragen
Wie faltet man einen Fünfzackstern?
Ein Quadrat in fünf Schritten falten und einmal schräg schneiden.
Wie viele Streifen braucht ein Fröbelstern?
Vier gleich breite.
Wie viele Teile hat ein Bascetta-Stern?
30 gefaltete Quadrate.
Welches Papier für Fensterbilder?
Transparentpapier.
Was eignet sich für Kinder?
Der Tütenstern aus Butterbrottüten.
Wie werden Faltkanten sauber?
Mit einem Falzbein oder dem Rücken eines Löffels.
Ab welchem Alter können Kinder Sterne basteln?
Einfache Formen ab etwa vier Jahren, den Fröbelstern ab acht.
Darf man Papiersterne an Lichterketten hängen?
Nur an LED-Ketten, niemals an echte Kerzen.
Woher stammt der Fröbelstern?
Von Friedrich Fröbel, dem Begründer des Kindergartens.
Quellen
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