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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Die Kündigung beim Fußballverein erfolgt schriftlich an den Vorstand. Name, Geburtsdatum, Mitgliedsnummer, der gewünschte Austrittstermin und eine Unterschrift gehören hinein. Welche Frist gilt, steht in der Vereinssatzung. Das Gesetz erlaubt eine Kündigungsfrist von höchstens zwei Jahren. Die meisten Vereine verlangen deutlich weniger, oft drei Monate zum Ende des Kalender- oder Geschäftsjahres.
Das Wichtigste in Kürze
- Jedes Mitglied darf austreten, das regelt § 39 BGB.
- Frist und Form stehen in der Satzung des Vereins.
- Bei Kindern unterschreiben die Eltern die Kündigung.
- Für einen Vereinswechsel reicht die Abmeldung vom Spielbetrieb.
Was das Gesetz zur Kündigung im Fußballverein sagt
Ein eingetragener Fußballverein ist ein Verein im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Laut § 39 BGB sind alle Mitglieder zum Austritt berechtigt. Der Verein darf den Austritt also nicht verweigern. Er darf ihn aber zeitlich begrenzen.
Die Satzung kann festlegen, dass ein Austritt nur zum Schluss des Geschäftsjahres möglich ist. Sie kann auch eine Kündigungsfrist vorschreiben. Diese Frist darf höchstens zwei Jahre betragen. Laut § 58 BGB soll jede Satzung Regeln zum Eintritt, zum Austritt und zu den Beiträgen enthalten. Die Satzung ist deshalb das erste Dokument, das vor der Kündigung auf den Tisch gehört.
Typische Fristen in Fußballvereinen
Die Satzungen unterscheiden sich stark. In der Praxis tauchen vor allem diese Varianten auf:
| Regelung in der Satzung | Beispiel | Letzter Tag für den Zugang der Kündigung |
|---|---|---|
| Kündigung zum Jahresende mit 3 Monaten Frist | Austritt zum 31.12. | 30.09. |
| Kündigung zum Jahresende mit 6 Wochen Frist | Austritt zum 31.12. | 19.11. |
| Kündigung zum Halbjahr | Austritt zum 30.06. | laut Satzung, oft 31.03. |
| Kündigung zum Monatsende | Austritt zum 31.10. | 30.09. bei 1 Monat Frist |
Entscheidend ist der Tag, an dem das Schreiben beim Verein ankommt. Das Datum auf dem Brief zählt nicht. Wer knapp dran ist, schickt die Kündigung per Einschreiben oder gibt sie persönlich beim Vorstand ab und lässt sich den Empfang quittieren.
Kurzantwort: Die Frist steht in der Satzung. Das Gesetz setzt nur die Obergrenze von zwei Jahren.
Muster: Kündigung der Mitgliedschaft im Fußballverein
Die folgende Vorlage lässt sich kopieren und mit den eigenen Daten füllen. Die Angaben in Klammern werden ersetzt.
[Vorname Nachname]
[Straße Hausnummer]
[PLZ Ort]
An den Vorstand des [Name des Vereins e. V.]
[Straße Hausnummer]
[PLZ Ort]
[Ort], [Datum]
Kündigung meiner Mitgliedschaft, Mitgliedsnummer [Nummer]
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich meine Mitgliedschaft im [Name des Vereins e. V.] fristgerecht zum [Datum], hilfsweise zum nächstmöglichen Termin.
Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung und das Datum, an dem die Mitgliedschaft endet, schriftlich.
Ich widerrufe das SEPA-Lastschriftmandat für die Mitgliedsbeiträge zum Ende der Mitgliedschaft.
Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift]
[Vorname Nachname]
Der Zusatz „hilfsweise zum nächstmöglichen Termin“ fängt eine falsch berechnete Frist auf. Die Kündigung gilt dann eben zum nächsten zulässigen Datum. Welche Angaben in jedes Kündigungsschreiben gehören, fasst der Beitrag Kündigung schreiben: Was muss rein? zusammen.
Kündigung für ein Kind im Fußballverein
Viele Mitglieder im Fußballverein sind Kinder und Jugendliche. Sie sind bis zum 18. Geburtstag nicht voll geschäftsfähig. Die Kündigung unterschreiben deshalb die Eltern als gesetzliche Vertreter. Bei gemeinsamem Sorgerecht unterschreiben am besten beide Elternteile.
Im Schreiben steht dann der Name des Kindes mit Geburtsdatum. Ein kurzer Satz genügt: „Hiermit kündigen wir als Erziehungsberechtigte die Mitgliedschaft unseres Sohnes [Name], geboren am [Datum].“ Ähnlich läuft es bei anderen Kinderangeboten, etwa bei der Kündigung eines Schwimmkurses.
Austritt oder Abmeldung: der Vereinswechsel
Beim Fußball gibt es zwei getrennte Dinge. Das eine ist die Mitgliedschaft im Verein. Das andere ist die Spielberechtigung beim Landesverband. Wer nur den Verein wechseln will, muss nicht als Mitglied austreten. Es reicht, die Spielberechtigung beim alten Verein abzumelden.
Für Amateure gelten laut fussball.de feste Wechselperioden. Die Wechselperiode I läuft vom 1. Juli bis 31. August. Die Abmeldung muss dafür bis zum 30. Juni erfolgen. Die Wechselperiode II läuft vom 1. bis 31. Januar. Hier gilt der 31. Dezember als Stichtag für die Abmeldung.
Die Abmeldung läuft online über das DFBnet oder per Einschreiben an den alten Verein. Beim Brief zählt das Datum des Poststempels. Der neue Verein übernimmt die Online-Abmeldung oft stellvertretend, wenn der Spieler ihn schriftlich beauftragt.
Kurzantwort: Für einen Wechsel reicht die Abmeldung vom Spielbetrieb. Die Mitgliedschaft endet erst mit einer eigenen Kündigung.
Beiträge, Rückgabe und Sonderfälle
Bis zum Ende der Mitgliedschaft bleibt der Beitrag fällig. Das gilt auch, wenn das Mitglied schon lange nicht mehr zum Training kommt. Wer vorher aufhört zu zahlen, riskiert eine Mahnung. Ein Umzug oder eine Verletzung beendet die Mitgliedschaft nicht automatisch.
Eine außerordentliche Kündigung ohne Frist ist nur bei einem wichtigen Grund denkbar. Dann muss das Festhalten an der Mitgliedschaft unzumutbar sein. Ein schlechter Tabellenplatz oder weniger Spielzeit reichen dafür nicht. In Zweifelsfällen hilft ein Gespräch mit dem Vorstand. Viele Vereine zeigen sich bei Umzug oder Krankheit kulant.
Nach dem Austritt gehören Leihgaben zurück an den Verein. Dazu zählen etwa Trikotsätze, Trainingsanzüge oder ein Schlüssel zum Vereinsheim.
Fazit
Die Kündigung im Fußballverein ist einfach, wenn die Satzung bekannt ist. Das Schreiben geht an den Vorstand, enthält Mitgliedsnummer, Termin und Unterschrift und kommt rechtzeitig an. Für einen Wechsel zu einem anderen Club genügt die Abmeldung vom Spielbetrieb bis zum 30. Juni oder 31. Dezember. Eine schriftliche Bestätigung des Vereins schafft am Ende Klarheit.
FAQ – Häufige Fragen
Wie kündige ich die Mitgliedschaft im Fußballverein?
Schriftlich an den Vorstand, mit Name, Mitgliedsnummer, Austrittstermin und Unterschrift. Die Frist steht in der Satzung.
Wie lang darf die Kündigungsfrist sein?
Höchstens zwei Jahre. Das legt § 39 Absatz 2 BGB fest.
Reicht eine E-Mail als Kündigung?
Das hängt von der Satzung ab. Verlangt sie Schriftform, ist ein unterschriebener Brief der sichere Weg.
Wer kündigt für ein minderjähriges Kind?
Die Eltern als gesetzliche Vertreter. Bei gemeinsamem Sorgerecht unterschreiben am besten beide.
Muss ich für einen Vereinswechsel austreten?
Nein. Die Abmeldung der Spielberechtigung beim alten Verein genügt für den Wechsel.
Bis wann muss die Abmeldung für den Sommerwechsel erfolgen?
Bis zum 30. Juni. Die Wechselperiode I läuft dann vom 1. Juli bis 31. August.
Bis wann gilt die Abmeldung für den Winterwechsel?
Bis zum 31. Dezember. Die Wechselperiode II läuft im Januar.
Muss ich bis zum Ende der Frist Beiträge zahlen?
Ja. Der Beitrag bleibt bis zum letzten Tag der Mitgliedschaft fällig.
Kann ich fristlos aus dem Verein austreten?
Nur bei einem wichtigen Grund, der das Bleiben unzumutbar macht. Sportlicher Frust zählt nicht dazu.
Wie weise ich nach, dass die Kündigung angekommen ist?
Per Einschreiben oder mit einer schriftlichen Empfangsbestätigung des Vorstands.
- Kündigung Mitgliedschaft Verein als PDF
- Kündigung Tennisverein
- Kündigung Taekwondo: Vorlage
- Vorlage Kündigung Fitnessstudio
Quellen
- § 39 BGB: Austritt aus dem Verein
- § 58 BGB: Sollinhalt der Vereinssatzung
- fussball.de: Vereinswechsel im Amateurfußball

Bella schreibt hier über Vorlagen und Vordrucke. Sie mag Fragen, auf die man abends noch schnell eine Antwort braucht, und schreibt sie so auf, dass man sie beim ersten Lesen versteht. Quellen stehen unter jedem Beitrag.






