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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Eine Word-Vorlage für einen Brief spart bei jedem Schreiben Zeit. Sie enthält Seitenränder, Absenderblock, Anschriftfeld, Betreff und Fußzeile nach DIN 5008. Wer sie einmal sauber anlegt und als .dotx-Datei speichert, muss den Aufbau nie wieder neu bauen.
Kurzantwort: Ein DIN-Brief in Word braucht ein Anschriftfeld mit neun Zeilen, einen linken Rand von 2,5 cm und Leerzeilen zwischen den Absätzen. Als Word-Vorlage (.dotx) gespeichert, steht der Aufbau für jeden neuen Brief bereit.
Das Wichtigste in Kürze
- Die DIN 5008 regelt den Aufbau von Geschäftsbriefen.
- Form A setzt das Anschriftfeld 32 mm, Form B 50 mm unter die Blattkante.
- Das Anschriftfeld hat neun Zeilen, die Adresse beginnt in Zeile vier.
- Als .dotx gespeichert, dient die Datei als wiederverwendbare Vorlage.
Word-Vorlage für Briefe: Was gehört hinein?
Ein Brief besteht aus festen Bausteinen. Oben stehen Absender und Briefkopf. Darunter folgt das Anschriftfeld, rechts daneben der Informationsblock oder die Bezugszeichenzeile. Dann kommen Betreff, Anrede, Text, Grußformel und Unterschrift. Am Seitenende sitzt die Fußzeile.
Für Privatpersonen genügen meist Absender, Empfänger, Datum, Betreff und Text. Unternehmen ergänzen Bankverbindung und Registerangaben. Wer häufig Kündigungen oder Widersprüche verschickt, spart mit einer Vorlage viel Tipparbeit. Passende Beispiele liefert die Brief-Vorlage zum Ausdrucken.
Briefvorlage nach DIN 5008: Die Grundregeln
Die DIN 5008 gibt Regeln für die Textverarbeitung vor. Sie umfasst Satzzeichen, Zahlen, Tabellen und die Briefgestaltung. Die Norm regelt ausdrücklich keine Textinhalte und keine Rechtschreibung. Sie sorgt dafür, dass Schriftstücke zweckmäßig und übersichtlich aussehen.
Die Vorgaben beziehen sich auf das Format A4 mit 210 mm × 297 mm. Zeilen beginnen an einer Fluchtlinie, die 2,5 cm vom linken Blattrand entfernt liegt. Absätze trennt eine Leerzeile. Hervorhebungen gelingen besser mit Fettschrift als mit Unterstreichen, weil Unterstreichungen die Unterlängen von Buchstaben wie g und p schneiden.
Form A oder Form B: Die richtige Variante wählen
Die Norm kennt zwei Formen für Briefvordrucke. Bei Form A steht das Anschriftfeld hoch, bei Form B tief. Der Unterschied liegt im Abstand zur oberen Blattkante.
| Merkmal | Form A | Form B |
|---|---|---|
| Anschriftfeld ab Oberkante | 32 mm | 50 mm |
| Platz für den Briefkopf | knapp | größer |
| Typische Nutzung | Privatbriefe, schlichte Kopfzeile | Firmenpost mit Logo |
Privatleute wählen meist Form A. Firmen mit Logo und mehreren Kontaktangaben greifen eher zu Form B. Wer noch keinen Briefkopf besitzt, findet Anregungen in der Briefkopf-Vorlage.
Das Anschriftfeld richtig aufbauen
Das Anschriftfeld hat neun Zeilen nach internationaler Normung. Drei Zeilen bilden die Zusatz- und Vermerkzone, sechs die Anschriftzone. Die Empfängeradresse beginnt grundsätzlich in der vierten Zeile. Leerzeilen innerhalb der Anschrift sind nicht vorgesehen.
- Zusätze wie „Einschreiben“ stehen direkt über der Empfängeradresse.
- Straße und Hausnummer oder ein Postfach folgen in Zeile vier der Anschriftzone.
- Postleitzahl und Ort stehen in der nächsten Zeile.
- Bei Auslandsanschriften steht das Land in Großbuchstaben und auf Deutsch.
Über dem Anschriftfeld darf die Rücksendeangabe stehen. Sie enthält die Absenderadresse in kleiner Schrift, meist acht Punkt. Bei richtiger Faltung erscheint sie im Fenster der Briefhülle.
Kurzantwort: Form A setzt das Anschriftfeld 32 mm unter den oberen Blattrand, Form B 50 mm. Beide Varianten haben neun Zeilen. Die Empfängeradresse beginnt in Zeile vier.
Word-Vorlage erstellen: Schritt für Schritt
Die Vorlage lässt sich in wenigen Minuten anlegen. Die Menübezeichnungen können je nach Word-Version leicht abweichen.
- Schritt 1: Ein leeres Dokument im Format A4 öffnen und den linken Rand auf 2,5 cm stellen.
- Schritt 2: Absender oder Briefkopf in die Kopfzeile setzen, damit er auf jeder Seite sauber sitzt.
- Schritt 3: Für das Anschriftfeld ein Textfeld einfügen und die Position auf 32 mm oder 50 mm von oben festlegen.
- Schritt 4: Bankverbindung, Registerdaten und Kontaktangaben in die Fußzeile schreiben.
- Schritt 5: Platzhalter wie „Empfänger“, „Betreff“ und „Text“ eintragen, damit jeder Baustein leicht zu finden ist.
- Schritt 6: Unter „Speichern unter“ den Dateityp „Word-Vorlage (*.dotx)“ wählen.
Beim nächsten Brief öffnet Word aus der Vorlage ein neues Dokument. Die Originaldatei bleibt unberührt. So schleichen sich keine alten Empfängerdaten in den neuen Brief.
Datum, Betreff und Anrede im Brief
Das Datum steht in der Bezugszeichenzeile oder im Informationsblock. Die Norm nennt die Schreibweise JJJJ-MM-TT und die ausgeschriebene Form wie „7. Juni 2026“. Das gewohnte Format TT.MM.JJJJ ist wieder zugelassen, wenn keine Missverständnisse zu erwarten sind.
Der Betreff nennt in einer Zeile das Thema, etwa „Kündigung meines Vertrags Nr. 12345“. Er steht ohne das Wort „Betreff“ vor dem Text. Danach folgt eine Leerzeile, dann die Anrede. Wer eine Kündigung vorbereitet, findet passende Formulierungen bei den Kündigungsvorlagen zum Ausdrucken.
Fußzeile und Zusatzangaben
Die Fußzeile trägt Angaben, die auf jeder Seite stehen sollen. Dazu zählen die E-Mail-Adresse, Bankverbindungen mit IBAN sowie Handelsregistereintrag und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Eine Kommunikationszeile rechts neben dem Anschriftfeld nimmt Telefon- und Faxnummer auf.
Privatpersonen brauchen die Fußzeile meist nicht. Ein kurzer Hinweis auf Anlagen genügt oft. Wer Unterlagen beilegt, schreibt „Anlagen“ unter die Unterschrift und zählt die Dokumente auf. Bei Begleitschreiben hilft die Begleitschreiben-Vorlage.
Häufige Fehler in der Word-Briefvorlage
- Leerzeilen im Anschriftfeld schieben die Adresse aus dem Briefhüllenfenster.
- Zu kleine Ränder lassen den Text am Blattrand kleben.
- Zentrierte Absätze wirken unruhig, linksbündiger Text liest sich besser.
- Unterstreichungen schneiden Buchstaben und stören das Schriftbild.
- Alte Empfängerdaten bleiben stehen, wenn die Originaldatei überschrieben wird.
Ein Probedruck auf normalem Papier zeigt, ob das Anschriftfeld im Fenster liegt. Danach lässt sich die Position um wenige Millimeter nachjustieren.
Fazit
Eine gute Word-Vorlage für den Brief macht wiederkehrende Post leicht. Die DIN 5008 liefert das Gerüst. Form A eignet sich für schlichte Privatbriefe, Form B für Firmenpost mit Logo. Wer die Vorlage als .dotx speichert, startet jeden Brief mit sauberem Aufbau und kann sich auf den Inhalt konzentrieren.
FAQ – Häufige Fragen
Was ist eine Word-Vorlage für einen Brief?
Eine Word-Vorlage ist eine Datei mit fertigem Aufbau. Ränder, Absenderblock, Anschriftfeld und Fußzeile stehen schon da. Beim Öffnen entsteht ein neues Dokument. Die Vorlage bleibt unverändert.
Welche Norm gilt für Geschäftsbriefe in Deutschland?
Maßgeblich ist die DIN 5008. Sie regelt die Gestaltung von Schriftstücken, darunter Briefaufbau, Anschriftfeld, Datumsformat und Absätze. Für Privatbriefe ist sie eine Empfehlung.
Muss ich als Privatperson die DIN 5008 einhalten?
Nein, eine Pflicht besteht für Privatbriefe nicht. Ein Brief nach Norm wirkt aber ordentlich und lässt sich leichter lesen. Bei Kündigungen und Widersprüchen hilft das.
Was ist der Unterschied zwischen Form A und Form B?
Bei Form A liegt das Anschriftfeld 32 mm unter der oberen Blattkante. Bei Form B liegt es 50 mm darunter. Form B bietet oben mehr Platz für einen Briefkopf mit Logo.
Wie speichere ich eine Vorlage als .dotx?
Im Dialog „Speichern unter“ den Dateityp „Word-Vorlage (*.dotx)“ wählen. Word legt sie meist im Ordner für benutzerdefinierte Office-Vorlagen ab. Von dort lässt sie sich für neue Briefe öffnen.
Wie schreibe ich das Datum im Brief richtig?
Die DIN 5008 kennt das Format JJJJ-MM-TT und die Schreibweise mit ausgeschriebenem Monat, etwa „7. Juni 2026“. Auch TT.MM.JJJJ ist zulässig, wenn keine Missverständnisse drohen.
Wie viele Zeilen hat das Anschriftfeld?
Das Feld besteht aus neun Zeilen. Drei Zeilen gehören zur Zusatz- und Vermerkzone, sechs zur Anschriftzone. Die Empfängeradresse beginnt in der vierten Zeile.
Wo gehört ein Zusatz wie „Einschreiben“ hin?
Zusätze stehen in der Zusatz- und Vermerkzone direkt über der Empfängeradresse. Leerzeilen innerhalb der Anschrift sieht die Norm nicht vor.
Was gehört in die Fußzeile eines Geschäftsbriefs?
Dort stehen üblicherweise Bankverbindung mit IBAN, Handelsregistereintrag und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Auch die E-Mail-Adresse findet dort oft Platz.
Gibt es die Vorlage auch ohne Word?
Ja. Kostenlose Textprogramme wie LibreOffice Writer öffnen und speichern Word-Dateien. Die Maße der Norm lassen sich dort genauso einstellen.
Quellen

Bella schreibt hier über Vorlagen und Vordrucke. Sie mag Fragen, auf die man abends noch schnell eine Antwort braucht, und schreibt sie so auf, dass man sie beim ersten Lesen versteht. Quellen stehen unter jedem Beitrag.






